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Impact Unit

Wirkung und Evaluation in der Wissenschaftskommunikation

Kontakt

Projektleitung

Ricarda Ziegler

Tel.: 030 2062295-40

ricarda.ziegler@w-i-d.de

Projektmanagement

Bastian Kremer

Tel.: 030 2062295-37

bastian.kremer@w-i-d.de

Projektmanagement

Imke Hedder

Tel.: 030 2062295-23

imke.hedder@w-i-d.de

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Liliann Fischer

Tel.: 030 2062295-32

liliann.fischer@w-i-d.de

Übersicht

Format

Wissenschaftskommunikation wirkungsorientiert gestalten

Schülerlabore, Science Slams, Wissenschaftsblogs – Wissenschaftskommunikation findet heutzutage in unterschiedlichen Formaten und auf einer Vielzahl an Kanälen statt. Entsprechend divers sind auch die Ziele solcher Aktivitäten und die Erwartungen, die an sie gestellt werden. Ob diese am Ende aber auch erfüllt werden und welche Wirkung die Aktivitäten auf die Teilnehmenden haben, wird meistens kaum oder nur unzureichend überprüft. Wurden die anvisierten Zielgruppen tatsächlich erreicht? Sind die Teilnehmenden hinterher interessierter an dem Thema oder an Wissenschaft im Allgemeinen? Denken sie anders über ein Forschungsthema oder verändern gar ihr Verhalten? Und decken sich diese Effekte mit den Erwartungen der Projektverantwortlichen oder Förderer?

Diesen Fragen widmet sich in Zukunft eine Impact Unit für Wirkung und Evaluation in der Wissenschaftskommunikation bei Wissenschaft im Dialog.

Durch verschiedene Maßnahmen und Produkte möchte die Impact Unit in Zukunft zu einer aussagekräftigeren Evaluationspraxis und einer stärkeren Wirkungsorientierung in der Wissenschaftskommunikation in Deutschland beitragen: Gemeinsam mit Praktikerinnen und Praktikern wollen wir dafür Evaluationsmaterialien und -tools entwickeln und diese über eine Online-Plattform direkt zur Nutzung anbieten. Mit internationalen Expertinnen und Experten sowie Forschenden zur Wissenschaftskommunikation wollen wir daran arbeiten, dass wissenschaftlich gesichertes Wissen in die Praxis der Wissenschaftskommunikation einfließt. Gleichzeitig sollen auch in der Forschung wann immer möglich praktische Realitäten und Kontexte verstärkt beachtet werden. Mit Organisationen, die Wissenschaftskommunikation in Deutschland finanzieren, wollen wir diskutieren, wie eine Evaluationskultur und stärkere Wirkungsorientierung auch in der Förderung von Wissenschaftskommunikation verankert werden kann.

Förderer

Inhalt

Ziele, Wirkungen und Evaluation von Wissenschaftskommunikation

Wissenschaftskommunikation wird derzeit sowohl im politischen Raum als auch innerhalb des Wissenschaftssystems stark diskutiert und es entstehen neue Fördermöglichkeiten dafür. Umso wichtiger sind klare Zielsetzungen dahingehend, was mit Wissenschaftskommunikation strategisch erreicht werden soll, das Wissen darüber, welche Formate und Aktivitäten das leisten können und eine aussagekräftige Evaluationspraxis, um Wirkungen und das Erreichen von Zielen zu erfassen.

Ziele und Zielgruppen der Impact Unit

Ziel der Impact Unit ist es zu einer aussagekräftigen Evaluationspraxis und einer stärkeren Wirkungsorientierung in der Wissenschaftskommunikation in Deutschland beizutragen. Formate und Maßnahmen der Wissenschaftskommunikation sollen entlang strategischer Zielsetzungen ausgewählt und entsprechend wirkungsorientiert geplant werden. Eine professionelle Umsetzung soll dabei künftig auch eine Überprüfung der Zielerreichung und der Wirkungen beinhalten. Das muss nicht immer durch quantitative Indikatoren und standardisierte Fragebögen erfolgen. Die Impact Unit möchte daher auch ein Bewusstsein für verschiedene Evaluationsarten und den Einsatz qualitativer Evaluationsmethoden schaffen, gerade auch im Kontext innovativer oder experimenteller Formate der Wissenschaftskommunikation.

Das ist einerseits bedeutsam für Praktikerinnen und Praktiker, die Wissenschaftskommunikation betreiben, planen und umsetzen. Sie haben so die Möglichkeit, den Erfolg ihrer Projekte und die Wirkungen ihrer Formate besser einzuschätzen und, falls nötig, Verbesserungen vorzunehmen. Förderer von Wissenschaftskommunikation werden in die Lage versetzt, die Mittelverwendung im Sinne ihrer strategischen Ziele besser nachzuvollziehen. Aufbauen sollen die Angebote und Produkte der Impact Unit vor allem auf wissenschaftlich gesichertem Wissen, welches von Forschenden der science of science communication in Deutschland aber auch im internationalen Kontext generiert wird.

Mit Praktikerinnen und Praktikern, Forschenden und internationalen Expertinnen und Experten sowie Förderern und Finanzierenden von Wissenschaftskommunikation soll daher in der Impact Unit an der Schnittstelle von Theorie und Praxis zusammengearbeitet werden.

Entwicklung von Evaluationstools und Aufbau einer Online-Evaluations-Plattform

Die Evaluation von Wissenschaftskommunikationsprojekten und -formaten ist ebenso wichtig wie anspruchsvoll. Sie erfordert ein Verständnis von Evaluationsarten, Untersuchungsdesigns und Erhebungsmethoden. Nach der Gestaltung der Evaluation schließt sich die Frage an, wie diese in der Praxis für Teilnehmende umgesetzt werden kann. Nicht zuletzt steht die Auswertung, Aufbereitung und Analyse der Daten und Ergebnisse an. All das erfordert Expertise und Ressourcen.

Die Impact Unit wird daher Evaluationsmaterialien und -tools zum Beispiel in Form von Leitfäden oder Templates für die Evaluation verschiedener Zielsetzungen und unterschiedlicher Formate der Wissenschaftskommunikation entwickeln und über eine Online-Evaluations-Plattform zur Verfügung stellen. Im Falle standardisierter Befragungen soll außerdem die Erstellung eines Fragebogens und die Erhebung und Auswertung der Daten direkt auf der Plattform möglich sein, so dass Projektverantwortliche ihre Ergebnisse auch anonymisiert mit anderen Projekten vergleichen und Verbesserungsbedarf identifizieren können.

Meta-Fragen der Wissenschaftskommunikation beantworten

Die science of science communication-Community international aber auch in Deutschland wächst beständig. Dennoch liegen zu einigen für die Praxis relevanten Fragen noch kaum Evidenzen vor und wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse schaffen oftmals nicht den Weg aus der Fachcommunity heraus in die Praxis. An der Schnittstelle von Theorie und Praxis der Wissenschaftskommunikation soll deshalb im Rahmen der Impact Unit wissenschaftlich gesichertes Wissen zusammengetragen und aufbereitet werden. Gleichzeitig sollen mit Förderern sowie Praktikerinnen und Praktikern für die Praxis relevante Fragestellungen identifiziert und diesen gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern und Auftragnehmern nachgegangen werden.

Vernetzung und Partner

Aufbauend auf dem aktuellen Wissensstand der Forschung und internationalen Erfahrungen, orientiert an den Bedarfen der Praxis und im Wissen über strategische Diskussionen zu Wissenschaftskommunikation und ihren Zielen in Politik und dem Wissenschaftssystem – um so arbeiten zu können, ist die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Stakeholdergruppen ein zentrales Element der Impact Unit.

Die Zusammenarbeit findet dabei zum einen über einen internationalen Projektbeirat mit Vertreterinnen und Vertretern aller Zielgruppen statt. Zum anderen plant die Impact Unit verschiedene Stakeholder-Workshops, die zu Beginn dem Einbezug von relevantem Wissen, Erfahrungen und Bedarfen der Zielgruppen in die Gestaltung der Projektprodukte und -aktivitäten dienen. Im weiteren Verlauf des Projektes sollen verschiedene Kommunikations- und Vernetzungselemente gestaltet werden, um sicherzustellen, dass sowohl das Wissen und die Erkenntnisse aus den Meta-Studien, als besonders auch die Evaluationstools auf der Online-Plattform von den jeweiligen Zielgruppen gewinnbringend genutzt werden können.