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Make Your School

Eure Ideenwerkstatt

Kontakt

Strategische Projektleitung

Elena Tibi

Tel.: 030 2062295-65

elena.tibi@w-i-d.de

Operative Projektleitung

Olivia Heckmann

Tel.: 030 2062295-20

olivia.heckmann@w-i-d.de
Projektwebseite
Foto: Gerhard Kopatz/WiD

Übersicht

Format

Aktuelles

29. Mai 2021

Bildungsort des Monats

Das Schulprojekt Make Your School ist Bildungsort des Monats Mai. Der Stifterverband zeichnet mit dem Wettbewerb Bildungsorte Schulen sowie zivilgesellschaftliche Projekte und Initiativen in ganz Deutschland aus, die in besonderer Weise Lust auf Bildung machen. Dem Projekt Make your School gelinge es besonders gut, die Vermittlung und Erprobung digitaler Kompetenzen mit Schulentwicklung zu verbinden, so das Urteil der Wettbewerbs-Jury. Weitere Infos: www.stifterverband.org/bildungsorte

Mit Kreativität, Spaß und digitalem Wissen zu einer besseren Schule

Was macht eine gute Schule aus? Welche Probleme oder Herausforderungen gibt es? Und wie können diese mit digitalen und technischen Hilfsmitteln gelöst werden? Das Projekt Make Your School – Eure Ideenwerkstatt gibt Schüler*innen die Chance, ihr schulisches Umfeld mitzugestalten und sich im Programmieren, Tüfteln und Basteln auszuprobieren. Dabei stehen ihnen technische Hilfsmittel wie Werkzeuge, Sensoreinheiten oder Mikrocontroller zur Verfügung. Unterstützt werden sie von Mentor*innen, die die Veranstaltung begleiten und fachliche Impulse geben. Abschließend präsentieren die Jugendlichen ihre Prototypen vor Presse und Schulöffentlichkeit.

Im Rahmen von Hackdays werden neue Impulse für den Schulalltag gesetzt: Diverse Untersuchungen zum Thema digital literacy belegen, dass viele Schulen in Deutschland dem Tempo der Digitalisierung bisher nicht folgen konnten. Wissenschaft im Dialog möchte durch die Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung mit Make Your School einen Beitrag zur Verbesserung der digitalen Bildung an Schulen leisten und Jugendlichen die Bandbreite digitaler und elektronischer Tools sowie Problemlösungsansätze näherbringen. Seit Beginn des Projekts fanden 58 Hackdays und 21 Remote-Hackdays deutschlandweit statt.

Aufgrund der Corona-Pandemie entwickelte Make Your School im Frühjahr 2020 im Rahmen eines Pilotprojekts ein Konzept für Remote-Hackdays, welches im aktuellen Schuljahr in den Schulen ausschließlich genutzt wird.

Um eine hohe Qualität und Aktualität der Projektinhalte zu gewährleisten, wird Make Your School seit Februar 2018 von der Technischen Universität Braunschweig wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Angesiedelt am Institut für Kommunikationswissenschaft promoviert Francine Meyer bei Prof. Dr. Monika Taddicken. Sie untersucht die Wirksamkeit von Hackdays als alternatives Unterrichtsformat an Schulen.

Bildergalerie

Zu Beginn der Hackdays steht die Ideenfindungsphase: Hier werden Probleme im Schulalltag identifiziert und danach Lösungen entwickelt. Foto: Gerhard Kopatz/WiD
Zu Beginn der Hackdays steht die Ideenfindungsphase: Hier werden Probleme im Schulalltag identifiziert und danach Lösungen entwickelt. Foto: Gerhard Kopatz/WiD
Mentor*innen unterstützen die Jugendlichen während der Hackdays und helfen, wenn sie mal nicht weiterkommen. Foto: Laura Krauss/WiD
Mentor*innen unterstützen die Jugendlichen während der Hackdays und helfen, wenn sie mal nicht weiterkommen. Foto: Laura Krauss/WiD
Die Mentor*innen kommen aus Bereichen wie Informatik, Design, Maschinenbau, Elektrotechnik oder Robotik. Foto: Franziska Schultheis/WiD
Die Mentor*innen kommen aus Bereichen wie Informatik, Design, Maschinenbau, Elektrotechnik oder Robotik. Foto: Franziska Schultheis/WiD
Der Spaß beim gemeinsamen Tüfteln und kreativ sein steht bei den Hackdays im Vordergrund. Foto: Gerhard Kopatz/WiD
Der Spaß beim gemeinsamen Tüfteln und kreativ sein steht bei den Hackdays im Vordergrund. Foto: Gerhard Kopatz/WiD
Präzision und Tüftelgeist sind unerlässlich: Hier entsteht ein Tintenpatronenauffüllautomat. Foto: Marie Von Essen/WiD
Präzision und Tüftelgeist sind unerlässlich: Hier entsteht ein Tintenpatronenauffüllautomat. Foto: Marie Von Essen/WiD
Seit dem Sommer 2020 finden virtuelle Hackdays, sogenannte Remote-Hackdays statt. Dabei tüfteln und programmieren die Schüler*innen von zu Hause aus und entwickeln Lösungen für ihren (Home-)Schooling-Allltag. Quelle: Wissenschaft im Dialog
Seit dem Sommer 2020 finden virtuelle Hackdays, sogenannte Remote-Hackdays statt. Dabei tüfteln und programmieren die Schüler*innen von zu Hause aus und entwickeln Lösungen für ihren (Home-)Schooling-Allltag. Quelle: Wissenschaft im Dialog
Das Maker Festival ist der kreative Höhepunkt des Schuljahres und die besten Hackdays des Jahres werden mit den Make-Your-School-Award ausgezeichnet. Foto: Gerhard Kopatz/WiD
Das Maker Festival ist der kreative Höhepunkt des Schuljahres und die besten Hackdays des Jahres werden mit den Make-Your-School-Award ausgezeichnet. Foto: Gerhard Kopatz/WiD
Beim Maker Festival 2019 in Berlin präsentierten Schüler*innen aus ganz Deutschland ihre Hacks dem interessierten Publikum. Foto: Gerhard Kopatz/WiD
Beim Maker Festival 2019 in Berlin präsentierten Schüler*innen aus ganz Deutschland ihre Hacks dem interessierten Publikum. Foto: Gerhard Kopatz/WiD

Bundesweiter Förderer

Regionalförderer Baden-Württemberg

Inhalt

Make Your School – Eure Ideenwerkstatt ist ein bundesweites Projekt, das Wissenschaft im Dialog im Schuljahr 2016/2017 ins Leben gerufen hat. Im Verlauf dieses Projektes finden an Schulen sogenannte Hackdays statt, bei denen Jugendliche Ideen für die Verbesserung ihres Schulalltags entwickeln. Dabei eignen sie sich in einer offenen und kreativen Werkstattatmosphäre beim Tüfteln und Basteln digitale und technische Kompetenzen an. Die Klaus Tschira Stiftung ist bundesweiter Hauptförderer. Die Vector Stiftung ist Regionalförderer für Baden-Württemberg.

Was sind Hackdays?

Hackdays – zu Deutsch „Tüfteltage“ – sind zwei- bis dreitägige Veranstaltungen, die zum Beispiel im Rahmen von Projekttagen umgesetzt werden können. Dabei gehen die Jugendlichen Probleme an, die sie im Umfeld ihrer Schule beobachtet haben. In kleinen Teams entwickeln sie Lösungsansätze und setzen ihre Ideen als Prototypen, sogenannte Hacks, um. Dafür stehen ihnen unterschiedliche Hilfsmittel zur Verfügung – von klassischen Werkzeugen wie Hammer und Säge über verschiedenste Sensoreinheiten bis hin zu Mikrocontrollern. Begleitet werden sie von Mentorinnen und Mentoren aus Bereichen wie Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik und Design. Die Jugendlichen bekommen so nicht nur die Möglichkeit, Probleme zu bewältigen, sondern üben sich auch im Umgang mit digitalen Technologien. Bisher kamen so z.B. ein Bleistiftspender, ein Bewässerungssystem für den Schulgarten, ein Erste-Hilfe-Roboter, eine Lärmampel und eine Vertretungsplan-App zustande.

Voraussetzung für die Teilnahme einer Schule

Im Kollegium muss sich ein Organisationsteam aus zwei bis drei Lehrkräften finden, das die Hackdays an der Schule umsetzt. Das Organisationsteam bereitet unter anderem den Ablauf der Hackdays vor, findet geeignete Räume in der Schule, recherchiert Referierende für den Impulsvortrag und überlegt, wann und in welchem Rahmen die Hackdays stattfinden sollen. Make Your School bereitet die Lehrkräfte während eines zweitägigen Trainings im Vorfeld auf die Organisation vor, stellt ein Handbuch zur Verfügung und unterstützt die Lehrkräfte bei der Vorbereitung und Umsetzung der Veranstaltung. Die für die Hackdays notwendigen Materialien stellt Make Your School der Schule mit einem Materialkoffer-Set zur Verfügung. Darin befinden sich unter anderem Microcontroller, verschiedenste Sensoren, Werkzeuge, eine Lötstation und Workshopmaterialien.

Ablauf der Veranstaltung

Während der Hackdays sind die Schüler*innen die Hauptakteur*innen. Zu Beginn der Veranstaltung benennen die Jugendlichen in einer Ideenfindungsphase die Problemfelder an ihrer Schule und entwickeln erste Lösungsideen. In der Arbeitsphase setzen sie in kreativer Werkstattatmosphäre ihre Ideen als Prototypen – sogenannte Hacks – um. Im Anschluss an die Hackdays können diese zum Beispiel in einer AG weiterentwickelt werden.

Im Rahmen der Veranstaltung erhalten die Jugendlichen durch Impulsvorträge von Forschenden und Expertinnen und Experten Einblick in die aktuelle Forschung rund um das Thema Digitalisierung und in die Welt der Hackerinnen und Maker. Abschließend gestalten die Schüler*innen ihre Präsentationen und stellen ihre Hacks vor Publikum vor.

Ziele und Nachhaltigkeit des Projekts 

Die Suche nach Lösungsansätzen für die selbst benannten Herausforderungen im Schulalltag soll den Schüler*innen dabei helfen, wichtige Kompetenzen auszubauen. Der Prozess erfordert nicht nur Kreativität, Flexibilität und Teamfähigkeit, sondern auch handwerkliches Geschick, Vorstellungsvermögen und Frustrationstoleranz. Zusätzlich setzen sich die Jugendlichen mit digitalen Technologien auseinander, sammeln erste Erfahrungen im Programmieren und erproben ihre rhetorischen Fähigkeiten bei der Präsentation der Ergebnisse. 

Damit sich die gesetzten Impulse verstetigen, entwickelt Wissenschaft im Dialog gemeinsam mit Spezialist*innen Handbücher und Trainings für Lehrkräfte und schafft einen festen Pool von Mentor*innen. So wird die Grundlage dafür geschaffen, dass die Arbeitsmethode sowie digitale und technische Themen langfristig in den Schulalltag integriert werden können. Außerdem berät Make Your School die Schulen beim lokalen Netzwerkausbau, bei der Einrichtung von Maker-Ecken und veranstaltet einmal jährlich das Maker Festival. Das ist der kreative Höhepunkt eines jeden Schuljahres, bei dem Schüler*innen mit ihren Prototypen bewerben können. Die besten Hacks werden dann beim Maker Festival vor einem großen Publikum ausgestellt und durch eine Jury ausgezeichnet. Das nächste Maker Festival findet am 11. und 12. September 2021 statt und wird live auf dem YouTube-Kanal von Make Your School übertragen.

Um eine hohe Qualität und Aktualität der Projektinhalte zu gewährleisten, wird Make Your School wissenschaftlich begleitet, evaluiert und laufend angepasst und optimiert.

Das bundesweite Make-Your-School-Netzwerk

Seit Sommer 2020 gibt es fünf regionale Make-Your-School-Netzwerke. Es sollen in den nächsten Jahren weitere Partner*innenorganisationen hinzukommen, so dass deutschlandweit Hackdays an noch mehr Schulen angeboten werden können. Sie koordinieren selbständig Hackdays an Schulen in ihrer Region und arbeiten dafür mit den Lehrkräften zusammen. Der Austausch mit anderen regionalen Akteur*innen aus den Bereichen Hacking und Making im Umfeld der Netzwerke kann dabei die nachhaltige Wirkung des Projekts erhöhen.