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Wissenschaft für alle

Wie kann Wissenschaftskommunikation mit schwer erreichbaren Zielgruppen gelingen?

Kontakt

stellv. Projektleiterin

Susanne Rauscher

Tel.: 030 2062295-26

susanne.rauscher@w-i-d.de

Projektmanager

Bastian Kremer

Tel.: 030 2062295-37

bastian.kremer@w-i-d.de
#wissfueralle

Übersicht

Format

Aktuelles

13. Februar 2018

Über schwer Erreichbare und Projekte, die ihnen trotzdem begegnen

Bastian Kremer, Projektmanager von Wissenschaft für alle, kennt sich jetzt aus in Sachen „schwere Erreichbarkeit“. Während an der Abteilung Wissenschaftskommunikation des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), dem Projektpartner, die wissenschaftliche Literatur zum Thema zusammengetragen wird, hat er Best Practice Projekte recherchiert, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise schwer erreichbare Zielgruppen für Wissenschaft begeistern. Welche das sind, warum er genau diese ausgesucht hat und wie es mit dem Projekt jetzt weitergeht, hat er Katja Machill im Interview verraten. Das ganze Interview findet ihr hier: www.wissenschaft-im-dialog.de/blog/blogartikel/beitrag/ueber-schwer-erreichbare-und-projekte-die-ihnen-trotzdem-begegnen/

 

16. Januar 2018

Gut beraten

… ist halb gewonnen! Wir haben gesucht und gefunden. Sie kommen aus der politischen Bildung oder der Konflikt- und Gewaltforschung, sie arbeiten mit Jugendlichen oder analysieren Metadaten, sie erstellen Wissenschaftsformate oder organisieren Dialoge: Acht Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wissenschaftskommunikation und Zivilgesellschaft bilden den wissenschaftlichen Beirat für das Projekt „Wissenschaft für alle“. Genauere Informationen siehe Formatbeschreibung.

Wissenschaft – geht alle etwas an und trotzdem an manchen vorbei

Die Entwicklungen in Wissenschaft und Forschung haben oft einen erheblichen Einfluss auf unsere Lebenswelt. Technische Innovationen wie Smartphones oder Drohnen zählen ebenso dazu wie neue Entdeckungen im Bereich medizinischer Behandlungsmethoden. Diese Entwicklungen betreffen jeden von uns in der einen oder anderen Weise. Damit sich jeder auch eine eigene kritische Meinung dazu bilden kann, will Wissenschaftskommunikation möglichst alle Bürgerinnen und Bürger über Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung informieren – jedoch gelingt ihr das noch nicht für alle. 

Das Projekt „Wissenschaft für alle – Wie kann Wissenschaftskommunikation mit schwer erreichbaren Zielgruppen gelingen?“ will deshalb herausfinden, welche Bevölkerungsgruppen mit bestehenden Formaten der Wissenschaftskommunikation bislang nicht erreicht werden, welche Gründe es dafür gibt und wie dies verbessert werden kann. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern dieser Zielgruppen werden neue Formate entwickelt, die anschließend in Pilotprojekten getestet und wissenschaftlich evaluiert werden. So kann herausgefunden werden, ob diese neuen Formate tatsächlich einen Beitrag dazu leisten können, die jeweiligen Zielgruppen zu erreichen und dort zu einer Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Forschung führen.

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Inhalt

Das Projekt „Wissenschaft für alle – Wie kann Wissenschaftskommunikation mit schwer erreichbaren Zielgruppen gelingen?“ ist ein dreijähriges Forschungsprojekt, das im Herbst 2017 begonnen hat.

Ziele

Forschungsgegenstand ist die Frage, welche Bevölkerungsgruppen mit bestehenden Formaten der Wissenschaftskommunikation bislang nicht erreicht werden, welche Gründe es dafür gibt und wie dies verbessert werden kann.

Zielgruppen

Welche Zielgruppen mit bestehenden Formaten der Wissenschaftskommunikation bislang nicht erreicht werden, wird erst im Verlauf des Projekts definiert. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse des Projekts vor allem Akteure in der Wissenschaftskommunikation erreichen, die die Erkenntnisse in ihre Arbeit integrieren können, sowie Akteure aus verschiedenen Bereichen, die bereits mit den schwer erreichbaren Zielgruppen zusammen arbeiten.

Verlauf

Die schwer erreichbaren Zielgruppen werden zu Beginn des Projekts als solche identifiziert und klassifiziert. Grundlage hierfür ist eine umfassende  Literaturrecherche und Analyse des Forschungsstandes, die insbesondere von der Abteilung Wissenschaftskommunikation/Institut für Germanistik am KIT durchgeführt wird. Mit Unterstützung eines wissenschaftlichen Beirats werden dann drei schwer erreichbare Zielgruppen ausgewählt, mit denen im weiteren Verlauf des Projekts zusammengearbeitet wird.

Anfang 2018 werden Vertreterinnen und Vertreter der drei ausgewählten Zielgruppen zur Teilnahme an je einem Workshop eingeladen. Sie tauschen sich über persönliche Erfahrungen und Meinungen rund um Wissenschaft aus und diskutieren die Frage, warum Wissenschaft bisher in ihrem Leben keinen Platz gefunden hat. Zudem soll herausgefunden werden, wie Wissenschaft für sie zugänglicher und attraktiver gemacht werden kann und von welchen Kommunikationsformen sich die Teilnehmenden angesprochen fühlen.

Die sich daraus ergebenden Ergebnisse werden in einer zweiten Workshop-Runde mit Stakeholdern aufgegriffen, die bereits Erfahrung in der Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Zielgruppen haben. Abschließend werden in einer dritten Workshop-Runde die bisherigen Ergebnisse mit den Vertreterinnen und Vertretern der Zielgruppen sowie mit den Stakeholdern gemeinsam diskutiert und bearbeitet. Ziel ist es, Ende 2018 drei passgenaue Formate festzulegen, mit denen in Zukunft mehr Menschen aus den drei ausgewählten Zielgruppen für Wissenschaft und Forschung  begeistert werden können.

Jedes dieser drei neuen Formate wird Anfang 2019 in einem Pilotprojekt getestet. Die Umsetzung wird vom KIT wissenschaftlich begleitet und evaluiert. So können am Ende Aussagen getroffen werden, ob die entwickelten Formate die gewünschte Wirkung erzielen. Die Ergebnisse der Evaluation werden schließlich in Form von Praxisleitfäden und Handlungsempfehlungen aufbereitet. Auf diese Weise sollen auch andere Akteure der Wissenschaftskommunikation von dem Projekt profitieren und Anregungen erhalten, um künftig selber schwer erreichbare Zielgruppen mit Wissenschaft und Forschung in Kontakt zu bringen.

Beirat

Der wissenschaftliche Beirat gestaltet den Projektverlauf mit, indem er zu den entscheidenden Projektphasen zusammentritt und das Projektteam bei der Planung bevorstehender Schritte im Projekt berät. Er setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Bereiche Wissenschaft, Wissenschaftskommunikation und Zivilgesellschaft zusammen:

Julia Althoff, Mesh Collective

Dr. Helle Becker, Transferstelle politische Bildung

Dr. Philipp Burkard, Stiftung Science et Cité

Thomas Helfen, Quartiersmanagement Flughafenstraße, Berlin

Dr. Ansgar Klein, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement

Dr. Holger Krimmer, Zivilgesellschaft in Zahlen (ZiviZ)

Andreas Schulz, EJF gemeinnützige AG

Prof. Andreas Zick, Universität Bielefeld 

Insgesamt werden im Rahmen des Projekts vier Beiratssitzungen stattfinden. Bei der ersten Sitzung im März bewertet der Beirat die Ergebnisse der Literaturrecherche und gibt Empfehlungen für die Auswahl von drei Zielgruppen, mit denen gemeinsam im weiteren Verlauf des Projekts passgenaue Formate der Wissenschaftskommunikation entwickelt werden sollen. 

Partner und Förderer

Das Projekt „Wissenschaft für alle“ ist ein gemeinsames Projekt von Wissenschaft im Dialog und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Entwicklung und Durchführung diverser Formate der Wissenschaftskommunikation verantwortet Wissenschaft im Dialog die Umsetzung der Workshops und Pilotprojekte. Als wissenschaftlicher Partner gewährleistet das KIT die wissenschaftliche Vorbereitung, Begleitung und Evaluation des Projekts. Genauere Informationen zum wissenschaftlichen Teil des Projekts befinden sich im Bereich Forschung über Wissenschaftskommunikation des KIT.